

Wie
kommst du denn dann mit den Musikern aus den unterschiedlichen Musikszenen zurecht
oder besser: Wie kommen die mit dir zurecht ?
B.T.: „Sehr gut, hoffe ich doch. Nein ehrlich, da hat sich auch viel geändert,
in den Anfängen meiner Schlagzeugerlaufbahn war es absolut unmöglich,
eine gewisse Akzeptanz z.B. in einer Jazz-Szene zu erlangen, wenn du schon eine
gewisse Reputation im Rockbereich hattest. So im Sinne von „Was, der will
Jazz spielen, der ist doch ein Rockmusiker.“ Das gleiche Szenario dann
zwischen diversen anderen Musikszenen. Heute hat sich das zum Glück total
geändert. Es gibt zwar immer noch einige Puristen, die meinen, den besseren
Musiker an ihrem favorisierten Musikstil erkennen zu können. Die Mehrzahl
der mir bekannten Musiker bewertet einen Kollegen jedoch nur nach seinen allgemeinen
musikalischen Fähigkeiten und nicht nach der Sichtweise einer bestimmten
Stilistik, aus der heraus er vielleicht musizieren mag. So leben wir in einer
Zeit, in der Musiker mit den unterschiedlichsten musikalischen Hintergründen
vorbehaltsloser zusammen treffen, miteinander musizieren und voneinander lernen.
Vergleichbar mit dem inspirierenden Klima einer Großstadt, in der sich
vielfältige Kulturen gegenseitig bereichern, sind die verschiedensten Musikstile
Inspiration und Bereicherung für unsere Kreativität. Ebenso sollten
alle Musiker der verschiedensten Richtungen Inspiratoren füreinander sein.“
